Behandlungen 2017-06-01T13:44:54+00:00

IN VITRO FERTILISATION

Infertilität entsteht aus

verschiedenen Ursachen und

kann erfolgreich behandelt werden.

ERKLÄRVIDEOS

Assistierte Reproduktionstechnik (ART)

Als assistierte Reproduktion bezeichnet man die Herbeiführung einer Schwangerschaft durch einen medizinischen Eingriff. Sie beschäftigt sich mit der natürlichen und assistierten Fortpflanzung und ihren Störungen. Meist ist die Unfruchtbarkeit / Infertilität der Anlass für die Konsultation eines Reproduktionsmediziners. Eine Unfruchtbarkeit besteht, wenn nach mindestens einem Jahr regelmäßigen Geschlechtsverkehrs ohne Empfängnisverhütung keine Schwangerschaft resultiert. Die reproduktionsmedizinischen Techniken haben zum Ziel, bei einer erfolgreichen Zeugung behilflich zu sein. Hierfür sind in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Verfahren für die assistierte Reproduktionstechnik (ART) entwickelt worden.

 

IVF – In vitro Fertilisation

Die Eizellen werden mit Sperma außerhalb des Körpers befruchtet. Es findet eine spontane Befruchtung durch eine natürliche Selektion der mobilen und schnellen Spermien statt. Der Ablauf einer klassischen IVF Behandlung ist oben als Infografik dargestellt.

 

Wieso wird die IVF oft als „klassische Behandlung“ differenziert?

Neue Erkenntnisse in der Medizin und der Medizintechnik haben dazu beigetragen, dass neue Befruchtungsmethoden wie die ICSI oder IMSI entwickelt wurden. Diese Befruchtungsmethoden sind ein Teil der IVF-Behandlung. Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist mittlerweile die häufigste Befruchtungsmethode in der künstlichen Befruchtung (IVF). Sie ist mit 75% der Behandlungen zum Standard in Deutschland & weltweit geworden.

Die neuen Befruchtungsmethoden wie die ICSI und IMSI sind der Grund für die diese Differenzierung.

ICSI – Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium unter mikroskopischer Sicht mittels eines Mikromanipulators in die vorbereitete Eizelle injiziert. Die ISCI wird bei gestörter Beweglichkeit der Spermien, Spermien-Antikörpern oder sehr niedriger Spermienanzahl im Ejakulat verwendet.

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist mittlerweile die häufigste Befruchtungsmethode in der künstlichen Befruchtung (IVF). Sie ist mit ca. 75% der Behandlungen zum Standard in Deutschland & weltweit geworden.

IMSI – Intrazytoplasmatische morphologisch selektierte Spermien Injektion

Bei diesem Verfahren wird das verwendete Spermium unter einem hochauflösenden Mikroskop anhand morphologischer Kriterien ausgesucht. Die Selektion von Spermien ohne DNA-Fragmentierung und Vakuolen sind ein großer Vorteil der IMSI Behandlung. In einer prospektiven Studie an 446 Paaren mit verminderter Spermienqualität des Mannes und mindestens 3-jährigem Kinderwunsch bei erfolglosen vorherigen ICSI-Versuchen, zeigte sich unter Anwendung der IMSI im Vergleich zu einer ICSI eine signifikant höhere Schwangerschaftsrate (29,8 % IMSI versus 12,9 % ICSI) und niedrigere Abortrate (17,4 % IMSI versus 37,5 % ICSI).

Blastozystentransfer

In einem natürlichen Zyklus ist nur jede 4. bis 6. Eizelle in der Lage sich zu einem entwicklungsfähigen Embryo zu entwickeln. Der Grund für embryonale Entwicklungsstörungen sind genetische Fehler der Eizelle. Die Identifizierung und Auswahl der entwicklungsfähigen Embryonen für den Transfer ist sehr wichtig für die Erfolgsaussichten einer künstlichen Befruchtung. Unter normaler und zeitgerechter Entwicklung wird am 5. Tag nach der Eizellgewinnung das Entwicklungsstadium des Embryos als Blastozyste erreicht. Dies ist auch genau der Zeitpunkt, an dem das Embryo in einem natürlichen Zyklus die Gebärmutter erreicht. Daher bietet der Blastozystentransfer am 5. oder 6. Tag eine bessere Synchronisation zwischen Gebärmutterschleimhaut und dem Embryo. Er verbessert die Auswahl der geeigneten Embryonen. Die Embryonen, die diese Phase erreicht haben, besitzen eine höhere Implantationskapazität, da diese bereits mögliche Komplikationen, die in früheren Entwicklungsphasen auftreten können, überwunden haben. In Deutschland ist laut dem Embryonenschutzgesetz gesetzlich vorgeschrieben, dass sich nur drei befruchtete Eizellen zum Embryo weiterentwickeln dürfen. Diese müssen bereits am Tag nach der Eizellgewinnung ausgewählt werden, also noch vor der ersten Zellteilung. Wir haben über die Jahre sehr gute Ergebnisse mit dem Blastozystentransfer erzielt. Aus diesem Grund waren wir schon immer sehr starke Unterstützer dieses Verfahrens. Der Blastozysten-Krieg zwischen Deutschland und Österreich hat dazu beigetragen, dass dieses Verfahren in den Medien durch unterschiedliche Aussagen entwertet wurde. Daher freut es uns desto mehr, dass wir Ihnen eine offizielle Aussage zum Blastozystentransfer vom Deutschen IVF Register präsentieren können.„Über die Jahre hat der Anteil der Behandlungszyklen mit verlängerter Kultur nicht wesentlich zugenommen –im Jahre 2013 betrug der Anteil 26 %. Für das Jahr 2014 zeigt sich eine Steigerung auf 28 %. Die Grafik hier zeigt deutlich, dass die Schwangerschaftsrate/Transfer pro Zyklus sowohl für Frischzyklen als auch für Kryozyklen nach verlängerter Zellkultur deutlich höher ist.“ (Jahrbuch 2014, DIR)

Welche Erfolgs-Chancen bieten IVF-Behandlungen?

Bevor Sie sich die Statistiken anschauen, möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass die Unberechenbarkeit der Natur nicht mit Statistiken und Mathematik erfasst werden kann. Lassen Sie sich bitte nicht von irgendwelchen Zahlen verrückt machen oder blenden. Während der Beratung mit Ihnen werden wir auf diese Thematik eingehen und Ihre Erwartungen realistisch definieren.

 

Wofür sind die Statistiken dann?

Was Sie aus diesen Statistiken entnehmen sollten ist, dass die IVF-Behandlung die wichtigste Behandlungsmethode gegen Infertilität darstellt. Dass die ICSI Methode mittlerweile mit 75 % die IVF Behandlungen dominiert.

Sie können >HIER< das aktuelle Jahrbuch vom Deutschen IVF Register als PDF besichtigen und speichern. Das Deutsche IVF-Register hat im Jahrbuch 2014 die Auswertungen von seinen 131 Mitgliedern veröffentlicht. Es wurden im Jahr 2014 in Deutschland 87.886 Behandlungszyklen dokumentiert. Es wurden 52.988 Frauen behandelt, dies ergibt 1,66 Behandlungszyklen pro Frau. Der Anteil der IVF- & ICSI-Behandlungsmethoden ergab 49212 Behandlungszyklen. Es wurden insgesamt 57467 frische Eizellen gewonnen. Diese ergaben 15696 klinische Schwangerschaften pro Embryotransfer und resultierten in 7488 Geburten.

Mehrlingsschwangerschaften

Das Embryonenschutzgesetz (ESchG) erlaubt den Transfer von maximal drei Embryonen, dies ermöglicht aber auch ein höheres Risiko für die Entstehung einer Mehrlingsschwangerschaft. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft entwickelt sich in der Gebärmutter mehr als ein Embryo.

 

“Wie Sie sehen, ist erst ab einem Alter von 40 die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit beim Transfer von 3 Embryonen minimal höher, als beim Transfer von 2 Embryonen. Bei Frauen unter 40 steigt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit nicht, wenn 3 statt 2 Embryonen transferiert werden. Es gibt also keine Rationale, bei Frauen unter 40 drei Embryonen zu transferieren!” (Quelle: Jahrbuch 2015, Deutsches IVF Register)

Gametenspende

Eine Samen, Eizellen oder Embryonenspende ist manchmal die einzige Möglichkeit das Hetero-Paare, gleichgeschlechtliche Paare und Singles, Kinder bekommen können. Das Geschenk des Lebens ist eine umstrittene Thematik in vielen Gesellschaften und rechtlich in vielen Ländern verboten. In Deutschland sind nach dem Embryonenschutzgesetz die Eizellen und die Embryonenspende verboten. Auch in Österreich und der Schweiz ist die Eizellspende verboten. Die Embryonenspende wird aufgrund der unklaren Gesetzeslage in Deutschland nicht praktiziert. Es gibt aber eine Vereinigung aus Süddeutschland „Netzwerk Embryonenspende“, die im Moment diese Gesetzeslage herausfordert. Nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am 3.11.11. in letzter Instanz bestätigt hat, dass Staaten die Eizellspende national verbieten dürfen, wird es in absehbarer Zeit keine Änderung in der deutschen Gesetzeslage geben.

 

Samenspende

Eine Samenspende kommt infrage, wenn der Partner unfruchtbar ist oder wenn kein Mann für die Familiengründung zur Verfügung steht – etwa bei lesbischen oder alleinstehenden Frauen. Die Befruchtung geschieht mithilfe von Spendersamen im Rahmen einer Samenübertragung (Insemination) oder einer In-vitro-Fertilisation (IVF). Die Behandlung mit Spendersamen ist in Deutschland erlaubt, unabhängig davon, ob sie ein heterosexuelles Paar, ein lesbisches Paar oder eine alleinstehende Frau in Anspruch nehmen möchte. Allerdings empfehlen ärztliche Richtlinien, lesbische und alleinstehende Frauen nicht zu behandeln. Nicht selten fahren daher lesbische oder alleinstehende Frauen ins Ausland, um sich ihren Kinderwunsch mithilfe einer Samenspende zu erfüllen. Bringt eine Frau nach einer Samenspende ein Kind zur Welt, ist sie seine biologische und automatisch auch juristische Mutter. Ihre Partnerin kann das Kind nach der Geburt adoptieren, wenn das Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt (Stiefkindadoption). Ist die biologische Mutter alleinstehend, fehlt die zweite Person, welche die zweite juristische Elternposition einnehmen könnte. Inwieweit per Samenspende im Ausland gezeugte Kinder sowie die Spender vor gegenseitigen Ansprüchen geschützt sind, regelt vor allem die Gesetzgebung im jeweiligen Behandlungsland. Das betrifft die etwaigen Sorgerechte und -pflichten der Samenspender sowie mögliche Unterhalts- und Erbschaftsansprüche des Kindes.

 

Eizellenspende

Bei der Eizellspende wird eine gespendete Eizelle mit dem Samen des Partners befruchtet und in die Gebärmutter der Frau übertragen. Eine Eizellspende erwägen vor allem Frauen im fortgeschrittenen Alter, Frauen mit einer verfrühten Menopause oder Frauen, die sich aufgrund einer Krebserkrankung einer Chemotherapie unterziehen mussten. In ihren Eierstöcken reifen keine Eibläschen mehr heran, aus denen befruchtungsfähige Eizellen entstehen. Bei der Eizellspende wird das Kind mithilfe der gespendeten Eizelle einer anderen Frau gezeugt. Die Spenderin ist daher die genetische Mutter des Kindes. Die juristische Mutterschaft geht jedoch auf die Frau über, die das Kind geboren hat, und damit auf die Empfängerin der gespendeten Eizelle. Die Vaterschaft geht auf deren Ehemann über beziehungsweise den Partner der Frau, wenn er die Vaterschaft anerkannt hat oder seine Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde. Es ist unter Umständen nicht möglich, das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner genetischen Abstammung zu wahren. In einigen Ländern bleiben die Eizellspenderinnen aufgrund gesetzlicher Vorgaben anonym. Kinder, die dort gezeugt werden, haben keine Möglichkeit, die Identität ihrer genetischen Mutter zu erfahren. Darüber hinaus ist in verschiedenen Ländern ungeklärt, wie lange die Behandlungsunterlagen aufbewahrt werden müssen, aus denen die Daten der Spenderin und der behandelten Frau hervorgehen. In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind es mindestens 30 Jahre.

 

Embryonenspende

Von einer Embryonenspende (seltener: Embryonenadoption) wird gesprochen, wenn in die Gebärmutter der Frau ein gespendeter Embryo übertragen wird. Paare ziehen diese in Erwägung, wenn beide Partner unfruchtbar sind, die Frau jedoch eine Schwangerschaft austragen kann. Der Embryo kann dabei von einem Paar stammen, das seine Kinderwunsch-Behandlung abgeschlossen und überzählige Embryonen freigegeben hat. Oder eine gespendete Eizelle wird mit dem Ziel einer Embryonenspende mit Spendersamen befruchtet. Die Empfängerin des gespendeten Embryos trägt das Kind aus und ist daher im juristischen Sinne die Mutter des Kindes. Ihr Ehemann ist sein juristischer Vater. Die kommerzielle Verwendung einer Embryonenspende, das heißt die Übertragung eines gespendeten Embryos auf eine andere Frau gegen Bezahlung der Spenderin, steht in Deutschland unter Strafe. Es gibt zwar Diskussionen, ob das Verbot der Embryonenspende in jedem Fall gilt, das Verfahren wird in Deutschland jedoch nicht durchgeführt.

 

Spenderscreening

Jeder Spenderkandidat steht strengen Auswahlkriterien gegenüber und muss sich einer gründlichen ärztlichen Prüfung unterziehen, ehe er als Spender angenommen wird. Darüber hinaus sind Spender zu einer Nachuntersuchung in 6 Monaten verpflichtet. Die Spender werden vollständig über den Zweck informiert, ein Spender zu sein. Die Spender unterschreiben einen Vertrag, in welchem sie erklären, dass sie zu keiner Risikogruppe gehören. Sie unterschreiben weiterhin, dass sie sich nicht riskant im Hinblick auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten verhalten haben. Je nach Land können die Spender wählen, ob Sie anonym oder nicht-anonym sein möchten. Die Identität der anonymen Spender wird geheim gehalten. Nicht-anonyme Spender akzeptieren, dass ihre Abkömmlinge mit dem 18. Lebensjahr die Identität des Spenders erfahren können.

Kryokonservierung

Unter Kryokonservierung (vom griechischen „kryos“, Kälte) versteht man das Tiefgefrieren von Körperzellen in flüssigem Stickstoff. Dabei sterben diese nicht ab, sondern stellen lediglich ihre Stoffwechselvorgänge ein. Mit dem Erwärmen kehren ihre Vitalfunktionen zurück. Während kryokonservierte Samenzellen nach jahrelanger Lagerung nahezu gleich befruchtungsfähig bleiben, ist dies bei Eizellen anders: Die Schwangerschaftsraten sind nach Kryokonservierung von Eizellen deutlich niedriger als bei der Verwendung von frischen Eizellen. Bisherige Untersuchungen haben kein erhöhtes Missbildungsrisiko bei Schwangerschaften nach künstlicher Befruchtung durch kryokonservierte Spermien festgestellt. Eine Kryokonservierung bietet sich im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung nur dann an, wenn bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) mindestens drei überzählige Eizellen im Vorkernstadium gewonnen wurden und in einem späteren Zyklus übertragen werden sollen. In Deutschland ist das Einfrieren (Kryokonservieren) von befruchteten Eizellen im Vorkernstadium zur Übertragung in einem späteren Zyklus erlaubt. Eingefrorene Eizellen können bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden. Danach müssen Sie vernichtet werden. Das Einfrieren von Embryonen ist prinzipiell verboten. Kann ein bereits existierender Embryo nicht wie vorgesehen im selben Zyklus übertragen werden, ist es im Ausnahmefall aber erlaubt, ihn zeitlich begrenzt einzufrieren. Dies muss der Ärztekammer gemeldet werden.

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Im Rahmen der künstlichen Befruchtung ermöglicht die Präimplantationsdiagnostik, Embryonen auf schwere Erbkrankheiten und Chromosomenstörungen zu untersuchen. Nur Embryonen ohne Genschäden werden anschließend in die Gebärmutter übertragen. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) oder präimplantative genetische Diagnostik umfasst Untersuchungen am Embryo vor der Übertragung in die Gebärmutter. Mit diesen Untersuchungen wird gezielt nach genetischen Merkmalen oder einer Chromosomenstörung gesucht. Eine PID kommt in Deutschland für Paare infrage, die ein hohes Risiko für eine schwerwiegende Erbkrankheit haben, oder bei einer schwerwiegenden Schädigung des Embryos, die zu einer Fehl- oder Totgeburt führen würde. Die PID ist nur im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (In-vitro-Fertilisation/IVF oder Intrazytoplasmatische Spermieninjektion/ICSI) möglich. Die Präimplantationsdiagnostik ist in Deutschland nur zulässig, wenn ein hohes Risiko für eine schwerwiegende Erbkrankheit besteht oder eine kindliche Schädigung zu erwarten ist, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Tot- oder Fehlgeburt führen wird. So sollen familiär vorbelasteten Frauen oder Paaren eine schwere Erbkrankheit ihres Kindes sowie wiederholte Fehl- oder Totgeburten, aber auch Schwangerschaftsabbrüche in der fortgeschrittenen Schwangerschaft erspart werden. Welche Erbkrankheiten als schwerwiegend eingeschätzt werden, legt das Gesetz nicht fest. Dies ist Aufgabe von Ethikkommissionen, die die besonderen Umstände des jeweiligen Einzelfalls berücksichtigen und über die Durchführung einer PID entscheiden. Diese Ethikkommissionen werden von den Bundesländern eingerichtet.

 

Präimplantative Genetische Screening (PGS)

Das präimplantative genetische Screening (PGS), ist eine Chromosomendiagnostik zur Erfassung von Aneuploidien, wird in der In-vitro-Infertilitätsbehandlung durchgeführt, um die Geburtenrate zu erhöhen oder auch nicht erbliche chromosomale Schäden zu erkennen, die zu einer Krankheit oder Behinderung führen. Das Aneuploidie-Screening ist derzeit in der reproduktionsmedizinischen Praxis die häufigste Anwendung der PID. In wissenschaftlich-medizinischen Kreisen ist Aneuploidie-Screening umstritten, da es im Moment keine klaren Studien hierzu gibt.